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Mundgeruch

Die meisten Patienten glauben, dass die Hauptursache für einen schlecht riechenden Atem (Halitosis) im Magen-Darm-Trakt oder Stoffwechsel zu suchen ist. Das ist zwar möglich und sollte stets mit in Betracht gezogen werden, tatsächlich jedoch entsteht Mundgeruch zu etwa 85% durch Fäulnisprozesse im Mund. Die verantwortlichen Mikroorganismen produzieren Schwefelverbindungen und befinden sich in Zahnzwischenräumen, Zahnfleischtaschen und auf dem hinteren Teil der Zunge. Daher lässt sich Mundgeruch in den meisten Fällen durch Maßnahmen wie Zungenreinigung, optimale Mundhygiene, Parodontosebehandlung und intensive Zahnreinigung erfolgreich behandeln. Nach der mechanischen Entfernung der bakteriellen Beläge können ergänzend Mundspüllösungen mit speziellen Inhaltsstoffen helfen (z.B. Chlorhexidindigluconat, kurz CHX). Auch führen Natriumbikarbonat- und/oder Zink-Zusätze sowie die Behandlung mit weiteren zinkhaltigen Präparaten zu einer Hemmung der Geruchsbildung.

Eine Telefonumfrage in den USA ergab, dass 50-60% der Befragten sogenannte „Atemerfrischer“ (z.B. Pastillen,Mundwasser, Mundsprays etc.) benutzen. Diese können – wenn überhaupt – nur kurzzeitig den eigenen Geruch überdecken, lösen das Problem aber nicht. Ein Problem stellt vor allem die Beurteilung des Mundgeruchs allein mit dem eigenen Geruchssinn dar. Das Ergebnis ist höchst subjektiv und schlecht reproduzierbar.


Eine Lösung stellt hier das sogenannte "Halimeter" dar, welches wir in unserer Praxis verwenden. Es eignet sich dazu, die Konzentration flüchtiger Schwefelverbindungen in Luftproben zu messen. Ein Strohhalm wird in den Mund eingeführt und über eine eingebaute Pumpe dem elektrochemischen Sensor Luft aus dem Mundraum zugeführt.

Das Absinken der Messwerte im Verlauf der Behandlung kann als objektive Bestätigung des Therapieerfolges dienen und hilft dem Betroffenen dabei, wieder Sicherheit im Umgang mit anderen Menschen zu gewinnen.

Info-PDF zur Halitosis zum download